Archiv für Juli 2011

Die kommunistische Hypothese (2)

ÜBER KOPFSCHMERZEN

Es ist schön, Kommunist zu sein,
obwohl es viel Kopfschmerzen verursacht.

Und es ist so: das Kopfweh der Kommunisten
versteht sich historisch, das heißt
es geht nicht mit Schmerztabletten weg
sondern allein mit der Verwirklichung des Paradieses auf Erden.

So ist das.

Unter dem Kapitalismus tut uns der Kopf weh
und sie reißen uns den Kopf ab.
im Kampf für die Revolution ist der Kopf eine Bombe mit Zeitzünder.

Beim Aufbau des Sozialismus
planen wir das Kopfweh mit ein
und es wird nicht knapp bemessen, ganz im Gegenteil.

Der Kommunismus wird sein (unter anderem)
ein Aspirin von der Größe der Sonne.

Roque Dalton, aus: »Y otros lugares. Und andere Orte. Gedichte (zweisprachige Ausgabe)«, übertragen von Daniel R. Basi und Peter Schleuning. Stroemfeld/Roter Stern, Frankfurt/M. 1981, S.113

Der Verlag teilt über Dalton mit: »1933 in San Salvador geboren hat sich Roque Dalton schon früh in der Oppositionsbewegung seines Landes engagiert. In Chile und Mexiko hat er Jura und Anthropologie studiert. 1955 ist er der kommunistischen Partei San Salvadors beigetreten, Jahre der Verfolgung, Gefängnis, Exil. Er geht nach Guatemala, Mexiko, 1967 nach Prag, dann Cuba, 1974 kehrt er nach El Salvador zurück, schließt sich im Untergrund der Widerstandsbewegung an, 1975 wird er unter ungeklärten Umständen ermordet; eine Fraktion der Guerillagruppe ERP (Ejercito Revolucionario del Pueblo) erklärt in einem Flugblatt ihn als Verräter hingerichtet zu haben …« Ein CIA-Agent soll ihm prophezeit haben: »Glaube nicht, daß du als Held sterben wirst, wir haben Dokumente, durch die wir dich als Verräter erscheinen lassen…«1

Die beiden Übersetzer waren in den 1970ern Teil von Freiburgs undogmatischer linker Szene. Peter Schleuning, der seit den 70ern mit Klaus Theweleit in einer freien Improvisationsgruppe spielt(e), avanicerte zu einem der spannendsten deutschsprachigen Musikhistorikern (etwa »Der Bürger erhebt sich. Geschichte der deutschen Musik im 18. Jahrhundert«, Neuausgabe 2000 bei Metzler/Stuttgart). Oben zitiertes Gedicht war eines der bestgehüteten Schmuckstücke der Freiburger Szene: Schleuning und Basi waren Mit-Initiatoren einer Filmreihe unter dem Namen »Kino Aspirin«, und der linke Buchladen Jos Fritz hieß ursprünglich Aspirin (bis zur Intervention des namenbesitzenden Chemie-Konzerns).
»Y otros lugares.« weist einen informationsreichen Anhang auf, daraus noch ein längeres Zitat der Literaturwissenschaftlerin Judith A. Weiss:

In einem kurzen Prosaabschnitt 1957 sah ich Lenin in Moskau erklärt Dalton den Mechanismus, den er in seinem Werk entwickelt hat. Er macht einem fiktiven Leser klar, daß die Ironie eine kritische Ausdrucksweise des kolonisierten Menschen ist, die er angenommen hat, um die Werte zu entheiligen, die ihm aufgezwungen worden sind. Die ideologischen Grimassen Daltons haben einen gewissen Bezug zu der immensen Lust, die er während seines Moskaubesuches, das Mausoleum in die Luft zu jagen, damit sich Lenin aus den Marmorwänden erhebt, um aufs Neue die Welt zu durchwandern, Hand in Hand mit dem Gespenst des Kommunismus. Äußerst ironisch und eindrucksvoll ist dieser Gebrauch des Wortes »Gespenst« für einen Hinweis auf den Kommunismus, weil es sowohl die Macht bedeuten kann, die wie ein Racheengel in jedem Moment die Feinde des Kommunismus verfolgt, als auch die Qualität einer unberührbaren Bewegung, eines vagen und unfaßbaren Phänomens, einer Energie, die immer noch nicht einen Platz gefunden hat, wo sie rasten kann.

Aktuelle Texte zu Dalton
Horacio Castellanos Moya, „Von der Unfähigkeit, sich das Lachen zu verbeißen“
Thomas Schmid, „Wer erschoss Roque Dalton?“
Erich Hackl, „Der Fall Dalton“
Markus Müller, „Vom Ameisenhaufen zum Auberginenpüree“

  1. Aus einer anderen Kurzbiographie: „1970 ging Dalton zurück nach El Salvador und baute die »Revolutionäre Volkarmee« mit auf. Bald jedoch kam es zu Auseinandersetzungen mit anderen Mitgliedern: Man unterstellte ihm, die Organisation spalten zu wollen, und exekutierte ihn am 10. Mai 1975. Wahrscheinlich durch die salvadorianische Regierung wurde später das Gerücht in Umlauf gebracht, wonach er als CIA-Agent enttarnt und deshalb hingerichtet worden wäre. Die Geschichte dieser Verleumdung ist vorweggenommen in Daltons nachgelassenem Roman Poibrecito poeta que era yo (dt. Armer kleiner Dichter, der ich war).“ [zurück]

Vom Recht auf Kaltschnäuzigkeit

Ein Josef Winkler, Kolumnist der taz, hat sich ungemein darüber aufgeregt, schier gar nicht mehr eingekriegt, dass Henryk M. Broder

auf die Frage des Tagesspiegels einfiel, ob er sich Sorgen darüber mache, dass er mit einigen seiner »islamkritischen« Thesen im »Manifest« von Anders B. Breivik zitiert wird: »Das Einzige, worüber ich mir Sorgen mache, ist, woher ich Ersatzteile für meinen Morris Traveller aus dem Jahre 1971 bekomme. Sogar in England werden die Teile knapp.«

Eine zynische Kanaille sei er, der Broder!
Ja, aber was soll er denn sagen? Machte Broder sich »Sorgen«, übernähme er eine Verantwortung für geistiges Brandstiftern – erst recht bräche ein Shitstorm über ihn herein! Zudem gehört Broder zu jenen Protagonisten der öffentlichen Debatte – und diese Protagonisten findet man bis tief hinein in den linken Szenen –, die jedes Denken von sozialen Zusammenhängen als Gutmenschentum denunziert haben: Es war doch verpönt, sagen wir: für terroristische Attentate und Selbstmordanschläge, genuin soziale Ursachen anzugeben – also Ursachen, die man erklären, verstehen, bearbeiten, beseitigen kann –, stattdessen rekurrierte man auf etwas angeblich Überzeitliches, Übersinnliches, kaum Erklärbares, dunkel Totalitäres – auf die Religion, auf (auch wenn es kaum so offen ausgesprochen wurde) die kurdische, arabische, palästinensische, schiitische … Mentalität.1
Und das sollte im Falle von Breivik nun anders sein? Eine Abweichung von der Linie des Nicht-Erklären-Wollens wird man bei Broder auch in diesem Fall nicht finden, zumal – s.o. – es auf ihn selbst zurückfiele.
Aber nein, das Widerliche an Broders Aussagen besteht nicht in ihrer Kaltschnäuzigkeit, kaltschnäuzig darf jeder sein, und dass Broder seine Positionen gerade nach Oslo mit Händen und Füßen verteidigt – wer könnte es ihm verdenken? Es besteht darin, dass man getrost davon ausgehen kann, dass das, nun, Recht, solche Aussagen vom Stapel zu lassen, allein für Broder und seine Leute gilt. Man stelle sich vor, nach einem islamistischen Terroranschlag in Deutschland würde der Fundi-Prediger Pierre Vogel, angesprochen auf seine geistige Brandstifterei, so wie Broder antworten.
Man weiß sofort, was dann nicht nur auf der Achse des Guten los wäre!2

  1. Vielleicht kann man ganz kurz folgendes festhalten: Islamkritik ist weder – notwendige – Religions- noch der Auftakt zu einer umfassenden – und dringend erwünschten – Gesellschaftskritik, sondern der Versuch, den Islam als etwas prinzipiell Unentrinnbares und Unveränderliches – und auch nur aus einer ganz bestimmten Blickrichtung zu erklärendes – zu fixieren. Den Gläubigen bliebe als einziger Ausweg nur die totale Selbstentsagung, deren Bedingungen nur von den Islamkritikern formuliert und nahezu beliebig verschoben werden können. [zurück]
  2. Wenn irgendwo eine Verbrechen im islamischen Namen verübt wird, wird den Muslimen – von denen viele so »gläubig« sind, wie ich »katholisch« bin –von den Broder-Leuten selbstverständlich das abverlangt, was jetzt einige Kommentatoren von Broder erwarten: dass sie sich empörend distanzieren. Distanzieren die Muslime sich nicht, kommen die Broders an und konstruieren eine Gemeinschaft der klammheimlichen Schadenfreude, also ein Täterkollektiv. [zurück]

Die kommunistische Hypothese (1)

Folgende Anekdote ist aus München überliefert, hätte aber auch in Hamburg Köln Berlin … sich zutragen können: In der S-Bahn, Feierabendverkehr, warme Spätnachmittagssonne. Ein Mann mit Bierflasche wendet sich unvermittelt an sein Gegenüber, blinzelt in die Sonne und meint, jetzt sei die schönste Zeit des Tages. Auf das überraschte Warum, folgt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: Nicht mehr auf der Arbeit und noch nicht zu Hause.
Ist das nicht eigentlich ein reizendes Bild für den Kommunismus? Der Lohnarbeit entronnen ebenso wie den Heucheleien des Privaten. Raus aus der Hölle der Fabrik oder des Büros und empor geklettert aus den Abgründen der Beziehung – wenn man denn überhaupt eine führt und sich nicht in depressiver Totalvereinzelung verliert. Stattdessen ein sanftes Hingleiten, das Genießen-Können an sich banalster Naturvorgänge (Sonnenuntergang!), sein soziales Dasein als nicht zweckgerichtet begreifen, der Kontakt zum Gegenüber fällt leicht und fühlt sich selbstverständlich an … (Aber die Linke ist ja viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und hätte den Mann rappzapp als verhaltensauffällig wegsortiert.)

Weird and Wonderful Tales of Modern Social Decadence

Die Existenz einer bewaffneten Bevölkerung von Negern, die das von kriminellen Schandtaten befleckte Land besetzt halten, ist ein schauriges Schauspiel für alle weißen Nationen.

Charles Talleyand, französischer Außenminister, an den us-amerikanischen Staatssekretär James Madison, 1805 (ein Jahr zuvor war die Halbinsel nach einem für damalige Verhältnisse schier unfassbar blutigen Befreiungskrieg unabhängig geworden).

Man kann in Haiti auch als völlig unpolitischer Mensch nicht umhin, von den Veränderungen Notiz zu nehmen, die der durch die wohlwollende Intervention der Vereinigten Staaten etwas gewaltsam zur Geltung gebrachte amerikanische Einfluss bewirkt hat. Die konstruktiven Reformen sind ja bei uns im Norden oft genug rühmend erwähnt worden – die neuangelegten Straßen, die Kanalisation, die Hospitäler, die hygienischen Maßnahmen, die Stabilisierung der Währung, die Belebung der Wirtschaft und die Sicherung der Ruhe und Ordnung. Aber man glaube ja nicht, dass wir Amerikaner nichts weiter als krasse Materialisten sind. Der allerbemerkenswerteste Erfolg unserer Erziehungsmethoden ist ein rein ideeller. Er besteht darin, dass es uns mit vieler Mühe gelungen ist, den oberen Klassen der Haitianer so etwas wie Rassenbewusstsein beizubringen. Man muss nämlich wissen, dass diese haitianischen Städter in den mehr als hundert Jahren, in denen sie als Herren im Lande schalten und walten durften, nicht nur reich geworden waren, sondern sich auch Kultur, eine eigene Literatur und eine aristokratische Tradition zugelegt hatten. So kam es, dass sie in ihrem überheblichen Selbstbewusstsein ganz vergaßen, dass die Neger nach der göttlichen Weltordnung eigentlich eine untergeordnete Rasse sind und zu bleiben haben. Eine der schwierigsten Aufgaben der amerikanischen Okkupation bestand darin, den Haitianern dies klarzumachen. Es erwies sich deshalb als so überaus schwierig, weil diese Nigger sich sehr halsstarrig zeigten und durchaus nicht eines Besseren belehren lassen wollten. Zudem wurde das Problem noch dadurch kompliziert, das es unter den Amerikanern einige wenige, aber einflussreiche Leute gab, die es für richtig hielten, die Haitianer ganz so zu behandeln, als ob es Weiße wären.

William Seabrook (Ethnologe aus den USA, 1886-1945), »Geheimnisvolles Haiti«, Berlin 1931, S.27.
»Geheimnisvolles Haiti«galt Jahrzehnte als das Standardwerk der populären resp. Alltagskultur der Haitianer und als gelungenste Annäherung an die Voodoo-Riten. Werke, die ohne den — offensichtlich nie verhehlten – rassistischen Subtext auskommen, »The Divine Horsemen« von Maya Deren oder Alfred Metrauxs »Voodoo in Haiti«, standen, auch hierzulande, im Schatten von Seabrooks Machwerk. Es wurde 1982 von Matthes & Seitz neu aufgelegt, während die Deren erst 1992 und der Metraux noch einmal zwei Jahre später übersetzt wurden.
Der letzte Satz in Seabrooks Zitat könnte eine Anspielung auf die National Association for the Advancement of the Colored People sein, die vehement gegen die andauernde Okkupation agitierte.
Die Intervention amerikanischer Streikträfte (1915, Ende der Besatzung: 1934), die offiziell auf extrem chaotische Regierungsverhältnisse reagierte und zu Beginn von nicht wenigen Haitianern begrüßt wurde, war der Auftakt einer brutalen Kapitalisierungswelle: Zerstörung der einheimischen Flora und Fauna um neue, riesige Plantagensystem zu schaffen, Aufbau einer dementsprechenden Infrastruktur (Verkehrswege, Kanalisation), die unter dem Einsatz massivster Zwangsarbeit realisiert wurde (wobei sich die Okkupatoren eines Ausnahmeparagraphens der haitianischen Verfassung bedienten), brutale Verfolgung und Nidermetzelung aller Aufstandsversuche, Änderung der ursprünglichen haitianischen Verfassung, die den Verkauf von Land an Ausländer verbot.

Erinnerung an die Schönheit der Revolution [Die Linie Rimbaud-Breton-Haiti]

[1944] hatte Aimé Césaire Haiti besucht, dessen Intelektuelle sich unter dem Druck der US-Okkupation auf ihre afrikanischen Wurzeln besannen: Mit seinem poetischen Manifest Cahier d‘un retour au pays natal rannte der Dichter der Négritude bei haitianischen Intellektuellen offene Türen ein. Damit war der Boden bereitet für den Auftritt von André Breton, dessen Vortrag über die surrealistsiche Revolution in Haiti wie eine Bombe einschlug, und dies nicht nur im übertragenen Sinn.
Die High-Society der Hauptstadt, einschließlich des Staatschefs Elie Lescot, versammelte sich am 20. Dezember 1945 im Cinéma Rex, schräg gegenüber vom Präsidentenpalast, um dem Wortführer des Surrealismus zu applaudieren, von dem man allerhand Wunderdinge erzählte. Das Grußwort des Ethnologen Pierre Mabille, Kulturattaché aus dem von deutscher Besatzung befreiten Frankreich, legte die Lunte an die Zändschnur, die im Kinosaal glomm: „Ich möchte Sie hinweisen auf die Kompromißlosigkeit im Leben von André Breton. Seine entschiedende Ablehnung jeder Art von Opportunismus ist unter Literaten eine Seltenheit. Junge Menschen aus aller Welt werden von Bretons Magnetismus angezogen, weil sie sein Unbehagen teilen angesichts der von außen aufoktroyierten Bedingungen ihrer Existenz.“
Damit war der Grundton angeschlagen, der in Haiti auf einen breiten Resonanzboden traf, der der vom Wohlwollen Washingtons abhängige Präsident Lescot war extrem unpopulär, und das Ende des Zweiten Weltkriegs hatte Hoffnungen auf tiefgreifende Veränderungen geweckt. Die Minister und ranghohen Militärs trauten ihren Augen und Ohren nicht, als breton, statt über die Rolle der Latinität oder ein ähnlich unverfängliches Thema zu sprechen, unter Berufung auf Rimbaud zur Entreglung und Entrieglung der Sinne aufrief, ohne zu bedenken, daß man in Haiti seine Parolen vom Kampf gegen Doppelmoral und Heuchelei wörtlich nehmen würde.
Das Publikum trampelte mit den Füßen, johlte und pfiff, der Kinosaal wurde zum Tribunal, und der Staatschef mußte unter Polizeischutz zum Ausgang geleitet werden. Am nächsten Tag verbot die Regierung die dem Surrealismus gewidmete Sondernummer der Literaturzeitschrift La Ruche (Bienenwabe), André Breton wurde zur Persona non grata erklärt, und der Herausgeber der Zeitschrift, der junge Dichter René Depestre, wurde ins Gefängnis gesteckt. Daraufhin traten Schüler und Studenten in den Streik, die Arbeiter der Zuckerindustrie und der staatlichen Zementfabrik schlossen sich ihnen an, die Botschafter Frankreichs und der USA forderten Depestres, und im Januar 1946 legte ein Generalstreik Haiti lahm.
Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis wurde René Depestre im Triumphzug durch die Straßen getragen, und ohne sein Zutun fand der junge Dichter sich an der Spitze einer Massenbewegung wieder, die Präsident Lescot zum Rücktitt zwang. Sein Nachfolger Estimé wies Depestre als Aufwiegler und Unruhestifter nach Frankreich aus, wo die Mandarine von Paris ihn mit offenen Armen empfingen. Unter dem Einfluß von Aimé Cesaire sagte René Depestre sich später vom Surrealismus los und trat in die Kommunistische Partei ein, die ihn als Neger vom Dienst auf internationalen Friedenskongressen herumreichte …

Aus: Hans Christoph Buch, Tanzende Schatten oder der Zombie bin ich. Romanessay, Frankfurt/M: Eichborn, 2004, S. 73ff.
Breton bezeichnetze diese Schockwellen als einzige surrealistische Revolution, die den Namen wirklich verdient.

Mit diesem Fundstück beginnen wir eine lose Reihe von unsystematischen Einträgen, in denen Haiti als Ort genuin revolutionärer Konflikte im Mittelpunkt steht. Anlass ist die deutschsprachige Veröffentlichung von Susan Buck-Morss‘ bahnbrechender Studie Hegel und Haiti sowie der anstehende 220. Jahrestag des großen Sklavenaufstands (21.8.1791), der die in der Unabhängigkeit der französischen Kolonie gipfelnde Revolution einleitete.
Frühere Haiti-Einträge finden sich hier und hier.